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Fräulein Rühr-mich-nicht-an

Reprodukt, 2010

Paris in den 1930er Jahren: Immer wieder werden übel zugerichtete Frauenleichen gefunden. Seine Opfer findet der Mörder meist unter den jungen Frauen aus einfachen Verhältnissen, die abends aus der Stadt zum Tanzen gehen. Blanche, eine junge Hausangestellte, sorgt sich deshalb sehr um ihre lebenslustige Schwester Agathe, die allabendlich zum Tanz spaziert. Tatsächlich kommt Agathe bald ums Leben und während Blanche weiss, dass der Frauenmörder zugeschlagen hat, glauben die Gendarmen an einen Selbstmord. So macht sich Blanche auf, den Mörder selber zu finden. Die Spur führt in ein nobles Bordell, zu dem sich Blanche ebenso naiv wie stur Zutritt verschafft. Sie erkämpft sich einen Platz in dieser fremden Welt und wird als jungfräuliche Prostituierte, die sich nicht anfassen lässt, bald stadtbekannt. Stück für Stück nähert sich Blanche dem Mörder ihrer Schwester und lüftet schliesslich ein schreckliches Geheimnis.

Hubert und Kerascoet erzählen diese ebenso witzige wie spannende Geschichte ganz nach Manier der neuen französischen Schule um Sfar, Blain und Larcenet. Mit leichter, schlichter Zeichnung und starker Farbe schaffen sie einfache Bilder, die viel erzählen und viel Gefühl für die Situation erzeugen. Die Charakteren sind vielseitig ausgestaltet und obschon die Erzähler durchaus die frivole Atmosphäre des Bordells einzufangen wissen, gleitet die Geschichte nie ins Pornografische ab. Und obwohl Frauenmördergeschichten nun nicht ganz neu sind, ist die Geschichte von Blanche berührend und dank einigen überraschenden Wendungen auch sehr unterhaltsam.


kaufen Fräulein rühr mich nicht an 2 Blut an den Händen von Hubert Kerascoet (Reprodukt) - SFr 18.50
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